7 Schüler der Carl-Benz-Schule im Austauschprogramm mit St. Etienne / Frankreich

Mit einer Gruppe von 5 Kfz-Mechatronikern, einer Zerspanungsmechanikerin und einer Werkzeugmechanikerin, wurde ein einwöchiges Betriebspraktikum in St Etienne durchgeführt.

Im Vordergrund des seit 2006 bestehenden Austauschprogramms zwischen den Lycée professionel Sainte Claire und der Carl-Benz-Schule Gaggenau, stehen Praktika von Firmen aus St. Etienne. Diesmal waren es die Firmen Heyraud, Audi, BMW und Ford beteiligt.

Praktikanten der CBS beim BMW in St.Etienne: V.l. Tobias Ernst, Kai Herb, Pamina Hitscherich, Philip Föry, Jan Mayer, Daniel Schröder, Mira Gallus (Mercedes-Benz Werk Rastatt und Niederlassung Baden-Baden und Autohaus Haitzler),

Schüleraustauschprogramme sorgen auf beiden Seiten immer wieder für Überraschungen. Die Schüler konnten feststellen, dass dort die Arbeit samt dem Umgang mit Kunden deutlich anders als in Deutschland organisiert ist. So gibt es etwa in französischen Autowerkstätten anders als in Deutschland häufig keine festen Zeitvorgaben, innerhalb derer bestimmte Arbeiten zu erledigen sind und die dem Kunden dann auch, unabhängig von der tatsächlich benötigten Arbeitszeit berechnet werden. Vielmehr muss der Kunde dort exakt die Arbeitszeit bezahlen, die der Monteur für die Reparatur benötigt hat.
Auch die Mittagpause von 2 Stunden ist für die Schüler sehr ungewohnt.
Die Schüler wurden in der Fertigung bzw. in der Werkstatt eingesetzt. „Hier zeigen sich die Stärken des dualen Schulsystems in Deutschland. Durch die gleichzeitige Ausbildung an Berufsschulen und in Betrieben wird das Wissen praxisbezogener vermittelt“, meinte Bernd Schlögl, stellvertr. Schulleiter der CBS-Gaggenau. „Die Schüler wurden sofort eingesetzt.“


Arbeit bei Ford/ St. Etienne: Jan Mayer und Daniel Schröder mit Ihren französischen Mitarbeitern.

Die Kommunikation mit den Betrieben fand meist auf Englisch statt.
Daniel Hauser, Englischlehrer an der CBS-Gaggenau ergänzte „ein wichtiger Punkt, solche internationalen Austausche durchzuführen zu können, sind fremdsprachliche Kompetenz unserer Berufsschüler“. Ziemlich schnell wurden französische und englische Kenntnisse der Schüler wieder aufgefrischt.

Am Wochenenden fanden Besuche im Museé de Mines in St. Etienne und am Massaker des von der Waffen-SS in Oradour sur Glane verübten Kriegsverbrechen statt.


Besuchergruppe der CBS beim Musee des Mines in St.Etienne

Die Rückfahrt nach Gaggenau wurde durch einen Kurzaufenthalt an der Côte d´Azur ergänzt. Der Besuch von St. Tropez und des dortigen Hafens mit den Luxusjachten haben die Schüler sehr begeistert.


Besuch in St. Tropez


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