"Die Elektromobilität ist ja bereits in Peking angekommen"

, bemerkt Falk Hartmann als Vertreter der Carl-Benz-Schule Gaggenau und Teilnehmer einer Expertengruppe zur Fahrzeugtechnik bei einer Vortragsreise in Peking.

Auf den Straßen sind zahlreiche Elektromobile zu sehen und Rikschas bewegen sich ohne Pedalarbeit der Fahrer mit ihren Lasten durch die vollen Straßen. China interessiert sich sehr für alternative Antriebstechnologien und die Berufsschulen des Landes aber speziell aus dem Großraum Peking für die damit zusammenhängenden didaktischen und methodischen Umsetzungen. Dies zeigt auch die große Zahl der fast zweihundertfünfzig Teilnehmer der zweitägigen Fachtagung zu alternativen Antriebstechnologien.  Die künftigen Kfz-Mechatroniker müssen auf diese neue Technologie vorbereitet werden, um in Zukunft auf die stetig steigende Zahl an Elektrofahrzeugen reagieren zu können.
International werden Redzierungen des CO2 Ausstoßes gefordert. Ein Teil einer möglichen  Reduzierung entfällt hier auf den Straßenverkehr, so dass diesen alternativen Antriebstechnologien, in China eine große Bedeutung für eine Verbesserung der Luftqualität, aber auch hinsichtlich der Schonung natürlicher Ressourcen, zugemessen wird.
Die Fachvorträge richteten sich an ein Publikum von Schulleitern und Lehrern verschiedener Provinzen Chinas. Alle verfolgten gespannt und interessiert die Vorträge der deutschen Fachleute zu Themen wie Hybridtechnologie, Elektromobilität mit Projektbeispielen der Carl-Benz-Schule, Umgang mit Aspekten der Sicherheit in der Hochvolttechnik, Ausbildung zur Elektrofachkraft und schließlich auch Lernmethoden welche eine individualisierte Ausbildung fördern.
Abgeschlossen wurde die Vortragsreihe durch einen Projektvorschlag der Landesakademie für Lehrerfortbildung in Esslingen bei dem Herr Bär als Verantwortlicher vorschlug interessierte chinesische Schulen hinsichtlich geeigneter Lehr- und Lehrmethoden fortzubilden, sowie die Schulen bzw. Lehrer mit fachlicher und didaktischer Unterstützung bei der Umsetzung künftiger handlungsorientierter Lehrpläne für diese Schulen  zu unterstützen. Grundlage hierfür wären allerdings gemeinsame Stoffverteilungspläne der am internationalen Projekt beteiligten chinesischen Berufsschulen mit dem Berufsbild des Kfz-Mechatronikers. „Die Technologie unterliegt einem ständigen und immer schnelleren Fortschritt und Schüler sind in ihrem Lernverhalten sehr unterschiedlich“ begründet Herr Bernd Heß der Teilnehmer der Delegationsreise aus Pforzheim die Förderung der Schüler durch individualisierte Lernaufträge innerhalb des neuen Lehrplans für Kfz - Mechatronik. Dies fordert Schulen und Lehrer, allerdings nicht nu in China, heraus Methoden zu entwickeln und anzuwenden welche geeignet sind möglichst viele Schüler einzubinden und bestmöglich zu fördern“ kommentiert er die Diskussionen am Rande der Tagung. 


Das Bild zeigt die Delegation der Landesakademie für Lehrerfortbildung Esslingen in der Berufschule in Peking (Bejing Vocational School of Transportation) und vor der chinesischen Mauer welche am letzten Tag noch  besucht wurde (Bernd Heß Alfons Kernschule Pforzheim, Rolf Gscheidle Maybachschule Stuttgart, Florian Bär, Maik Zhu Landesakademie Esslingen, Dr. Falk Hartmann, Carl-Benz-Schule Gaggenau).



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