Liegt Syrien gleich neben Gaggenau?

Jugendliche Flüchtlinge in der Carl-Benz-Schule Gaggenau unterrichtet

Ein denkwürdiger Moment war es schon, als am Ende der ersten Schulwoche in die bereits vollbesetzte Klasse vier weitere jugendliche Flüchtlinge aus Syrien mit im Unterricht saßen. Ist die Weltpolitik also auch bei uns angekommen?
In der Tat und zwar in der Carl-Benz-Schule Gaggenau in der Klasse VAB-O: „Vorbereitung auf den Beruf ohne Deutschkenntnisse“.
Beabsichtigt ist, dass um die 20 Jugendliche am Unterricht teilnehmen, was auch die Grenze einer sinnvollen Beschulung darstellt. Eine endgültige Planungssicherheit gibt es nicht. Fluktuation ist immer möglich. Ein hohe Flexibilität wird allen Beteiligten abverlangt. Das erschwert die Unterrichtssituation und es ist nicht einfach, den pädagogischen Auftrag von Bildung zu verwirklichen.
Bildung stellt einen hohen Wert dar. Vielleicht ist es sogar unser wichtigstes Exportgut. Jugendliche Flüchtlinge und Aussiedler sind zu uns gekommen und können vor Ort vom hiesigen Bildungsangebot profitieren. Unseren Bildungsauftrag auch für diese Jugendlichen aus anderen Ländern zu verwirklichen, ist Herausforderung und Chance zugleich. Eine Chance, um jungen Menschen das bewährte schulische Umfeld zu geben, an das wir gewöhnt sind und sie gleichzeitig auf ein Leben vorzubereiten, das unsere Welt verändern wird.
Jungen Menschen zeitweilig zu helfen ist eine Sache, sie in ihrem weiteren Werdegang nachhaltig zu unterstützen, eine ganz andere. Das geschieht in der Vorbereitungsklasse der Carl-Benz-Schule in Gaggenau. Hier wird jugendlichen Flüchtlingen und Aussiedlern die Möglichkeit gegeben, die deutsche Sprache zu erlernen und sich gleichzeitig handwerkliche Fertigkeiten anzueignen. Dass dies möglich ist, ist dem innovativen Engagement der Schulleitung und der betreffenden Lehrerinnen und Lehrer zu verdanken, die sich ihrer pädagogischen Verantwortung bewusst sind, welche sich weder durch Hautfarbe noch durch Herkunftsland beschneiden lässt.


Wir können hier, vor Ort, nicht die Welt verändern, aber wir können in der Schule die Welt der Mädchen und Jungen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren nachhaltig prägen mittels Bildung und Erweiterung ihrer alltäglichen Lebenswelt. Ihre Lage ein wenig besser zu machen, dafür stehen die folgenden Spender ein, die durch Sach- oder Geldspenden dazu beitragen, den Unterrichtsverlauf reibungsloser und das Lernen nachhaltiger zu gestalten. Hierzu zählen „Sparkasse Baden-Baden Gaggenau“, die „Stadtwerke Gaggenau“, „Konzok Planen+Bauen Gaggenau, Ulrich Konzok“, Grenkeleasing AG, Roman Christ, Baden-Baden sowie „Steinberg Media Technology GmbH in Hamburg“ und weitere Spenderinnen und Spender.


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